Reformbühne Heim & Welt

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Seit 1995 trifft sich eine gute Handvoll Literaten und Musiker jeden Sonntag nach der Tagesschau, um ihre selbst geschriebenen Texte, Lieder und Agitationen der letzten Woche live vom Zettel vorzutragen. Das Prinzip „Reformbühne" wurde stilbildend: Inspiriert von ihr, gründeten sich zahlreiche weitere ähnliche Veranstaltungen – z. B. die "Surfpoeten" oder die "Chaussee der Enthusiasten" – und wurde schließlich mit dem Namen "Lesebühne" belegt.

Dabei blieb die Reformbühne – ursprünglich im Berliner Schokoladen, später dann im größeren Kaffee Burger – mit ihrer unbändigen Experimentierlust, dem Willen zur Provokation wie Improvisation, dem Hang zum Politischen wie dem Mut zum Romantischen die Institution der Szene. Erfolgreiche Literaten wie Wladimir Kaminer, Jakob Hein und Falko Hennig erprobten sich hier, das Liedermacher-Urgestein Manfred Maurenbrecher stellte viele seiner Songs erstmalig vor, Sarah Schmidt wurde hier zu einer der prominentesten Vertreterinnen der Lesebühnenszene, und Veteranen wie Hans Duschke und Michael Stein experimentierten mit neuen Vortragsformen.

Die Doppel-CD „10 Jahre Reformbühne Heim & Welt" versucht, diese große Bandbreite wiederzuspiegeln. Von Falko Hennig im Lauf der Jahre mitgeschnitten, vermitteln diese historischen Tondokumente viel vom Themenspektrum, vom Charme und vom Charakter dieser einzigartigen Veranstaltung. Alle Mitglieder der Reformbühne der letzten 10 Jahre sind vertreten, ergänzt um die Schlusslieder, Intros und Improvisationen, die das Gesicht dieser Bühne über die Jahre prägten. Dies ist natürlich eine subjektive Auswahl, und die Umstände der Mitschnitte sind weit entfernt von einer gebügelten High-End-Tontechnologie, aber das Wesen der „Reformbühne Heim & Welt" wird hier in konzentrierter Form für jeden erspürbar, und so dient diese Doppel-CD gleichermaßen als Dokument einer einmaligen literarischen Form wie der Erinnerung an 520 einzigartige Abende, von denen keiner dem anderen glich.

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